Cyanotypie

Algae, Cyanotypie von Anna Atkins. Anna Atkins war eine britische Naturwissenschaftlerin, sie machte die Cyanotypie durch ihre Bücher bekannt, in denen sie Farne und andere Pflanzen mit Cyanotypien dokumentierte. Sie gilt durch diese frühe Anwendung als erste weibliche Fotografin.

Das Verfahren der Cyanotypie (Eisenblaudruck) geht bis in die Ursprünge der Photographie zurück und wurde bereits im Jahr 1840 von dem englischen Naturforscher Sir John Herschel zur Erzeugung dauerhafter Bilder beschrieben. Mit Hilfe von Eisensalzen und destilliertem Wasser wird eine photographische Lösung angefertigt, auf Aquarell- oder Büttenpapier aufgetragen und im Kontaktverfahren mehrere Minuten, bis zu einer Stunde durch die Sonne belichtet. Das Ergebnis sind sehr detaillierte Bilder in preußischem Blau, die sich durch eine hohe Haltbarkeit auszeichnen. Die ältesten erhaltenen Cyanotypien von Anna Atkins (von ihr ist auch das Beispiel oben) sind bereits über 150 Jahre alt und noch in sehr gutem Zustand. Bis in das 20. Jahrhundert wurde die Cyanotypie noch als Kopierverfahren, insbesondere um Architekturpläne und Zeichnungen zu vervielfältigen genutzt, ist dann jedoch, aufgrund des zeitlichen Aufwandes durch andere Verfahren verdrängt worden.

Quelle dieser Beschreibung:  www.photoliebe.de, dort auch einige Bildbeispiele.

Zur Geschichte der Cyanotypie (gefunden bei Wikipedia):

Im Jahr 1842 entdeckte der englische Naturwissenschaftler und Astronom Sir John Herschel dieses Verfahren. Die Cyanotypie war das dritte Verfahren nach der Daguerreotypie und Talbotypie/Kalotypie zur Herstellung von stabilen fotografischen Bildern. Es ist ein Verfahren, das auf Eisen und nicht auf Silber beruht, welches sonst bei der herkömmlichen Herstellung von Photoabzügen (und den zuvor erfundenen Verfahren) verwendet wird.

Anna Atkins, eine britische Naturwissenschaftlerin, machte diese fotografische Technik durch ihre Bücher bekannt, in denen sie Farne und andere Pflanzen mit Cyanotypien dokumentierte. Sie gilt durch diese frühe Anwendung als erste weibliche Fotografin. Künstlerisch stand diese Technik immer etwas im Abseits, sie wurde lange Zeit nicht zu den fotografischen Edeldruckverfahren gezählt.

Zur Vervielfältigung von Plänen war die Cyanotypie jedoch seit 1870 weit verbreitet. Die Vervielfältigung wurde selbst hergestellt, auch die Sensibilisierung des Papiers, bevor 1876 in Paris lichtempfindliche Papiere in den Handel kamen (Marion Cie.). Die Belichtung erfolgte mit Sonnenlicht. Um 1895 wurden elektrische Belichtungsapparate eingeführt. Erst in den 1920er Jahren standen Vollautomaten zur Verfügung, die einen kompletten Arbeitsgang (Belichten, Entwickeln, Trocknen) ausführten. Von der trocken arbeitenden Diazotypie (Ozalid®-Kopie) wurde die Cyanotypie dann als Methode der Zeichnungskopie vor dem Zweiten Weltkrieg abgelöst.

Bei Wikipedia auch Varianten, Anwendungsbeispiele, Rezepturen, Literatur und weiterführende Links.

Die Cyanotypie auf der Website von Diether Münzberg, Professor in Bielefeld und Koryphäe für Edeldruckverfahren.

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